Impuls zum Sonntagsevangelium 09.08.2026:Mt. 14, 22 - 33


Im Kapitel 12 und 14 bei Matthäus geraten die Jünger in ihrem Boot in Seenot.
Beim ersten mal liegt Jesus schlafend im Boot.
Im Sonntagsevangelium kommt er über das Wasser zu ihnen.
Alle blicken auf Jesus im Wasser.
Petrus will jetzt auch über das Wasser zu Jesus gehen. Jesus sagt zu ihm: Komm! Petrus steigt aus dem Boot, bekommt Angst, beginnt unterzugehen und schreit: Herr, rette mich! Jesus streckt sofort die Hand aus, ergreift Petrus und sagt zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
Die Wahrheit der biblischen Erzählungen liegt oft zwischen den Zeilen.
Mit der Sturmgeschichte stellt Jesus die Vertrauensfrage im allerengsten Kreis. Interessant ist, dass Jesus nach der Speisung der 5000 die Jünger drängt,
ins Boot zu steigen. Sie sollen ans andere Ufer vorausfahren.
Er gibt die Marschrichtung vor. Wer mit Jesus geht,
kann nicht mit vollem Bauch am gewohnten Ufer verharren.
Der Weg dorthin ist keine Urlaubsreise. Gott kennt diesen Weg und ist mit im Boot. An seiner Hand können wir uns festhalten, wenn es stürmisch wird.
Er selbst hat die Sehnsucht nach dem Erreichen des göttlichen Ziels in uns eingepflanzt.
Mit dem Wort Jesu ruft er uns: KOMM!
Gemeindereferent i.R. Friedhelm Wessling
