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Impuls zum Sonntagsevangelium 20.09.2026:Mt 20, 1 - 16

Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. 
weinstoecke_by_andreas_kroener_pfarrbriefservice
Datum:
15. Sept. 2026
Von:
Friedhelm Wessling
Impuls 20.09.2026

Impuls zu Mt 20, 1-16

Im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg geht es erstmal ums liebe Geld. Am Ende des Tages zahlt der Gutsbesitzer seinen Arbeitern im Weinberg den vereinbarten Lohn von einem Denar aus. Die Männer haben den ganzen Tag im Weinberg gestanden, sich alle Mühe gegeben und sind froh bei Feierabend den Denar in ihrer Hand zu halten. Wer von uns freut sich nicht, wenn jeden Monat das erwartete Geld auf unserem Konto landet. Im Gleichnis wendet sich plötzlich das Bild. Die Freude über den Lohn bleibt den fleißigen Arbeitern förmlich im Hals stecken, als der Gutsbesitzer auch denen einen Denar in die Hand gibt, die gerade einmal eine Stunde im Weinberg standen. "Ist dein Auge böse, weil ich gut bin", entgegnet der Chef den entsetzten Tagelöhnern. Ja der Wind hat sich gedreht. Beim Geld hört die Freundschaft auf und Wut ist den Arbeitern ins Gesicht geschrieben. Der letzte Satz des Evangeliums bringt die Sache Jesu endgültig auf den Punkt: "So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte". Was läuft da schief im Sonntagsevangelium vom Himmelreich oder anders gesagt, wie ver-rückt von unserem Denken und Fühlen ist das Reich Gottes. Vielleicht hilft es uns diesen Gott Jesu zu verstehen, wenn wir uns einmal hinsetzen und all das aufzählen, was uns im Leben und jeden Tag geschenkt wird. Denken wir an all das, was uns glücklich macht und nicht mit Geld zu bezahlen ist. Wer Jesus verstehen will, kann es auch mit der bekannten kölschen Weisheit versuchen:" Mer moss och jünne könne"

Friedhelm Wessling, Gemeindereferent i. R.