Hiob hadert mit Gott, weil er, der Gerechte und Fromme, in seinem Leben so viel leiden muss und alles verloren hat. Gott weist ihn in seiner Antwort auf seine Größe hin:
Wo war Hiob, als Gott die Welt erschuf? Hat er im Blick, wie weit und groß die Erde ist?
Diese Frage Gottes steht als Motto über dem 17. Ökumenischen Tag der Schöpfung, den die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen am 4. September feiert.
Mit dem Motto rücken die Frage nach dem menschlichen Wissen über die Schöpfung und die Verantwortung im Umgang mit ihr in den Mittelpunkt. Dabei muss uns bewusst sein, dass all unser Handeln als Geschöpfe Gottes in seiner Schöpfung auf ihn als Schöpfer bezogen ist. Das „adelt“ einerseits unser Wirken, setzt ihm aber auch die Grenzen göttlicher Gebote.
Weil unser Wissen über Gottes Schöpfung immer begrenzt ist, muss unser Handeln dieser Begrenzung Rechnung tragen und rücksichtsvoll, schonend und bewahrend sein. Der Mensch ist nicht Herr der Schöpfung, sondern ein Teil von ihr – orientiert auf den Schöpfer und abhängig von der Schöpfung.
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