Impuls zum Sonntagsevangelium 23.08.2026:Mt 16, 13-20


Impuls zu Mt 16, 13-20
Beim Durchlesen des Sonntagevangeliums fand ich zuerst keinen direkten Anknüpfungspunkt für mich. Meine Gedanken drehten sich um Petrus. Jesus übergibt ihm die Schlüssel des Himmels. Ich denke an Päpste und mir ist nicht ganz wohl zumute bei all der Machtfülle, die Amtsträger in der Kirche haben. Dann finde ich doch einen tieferen Zugang zum Text. Jesus nennt Petrus den Fels. Dann stellt er klar: Auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen. So wie Petrus sich mit seinem Christusbekenntnis als Fels erweist, so muss die ganze Kirche auf Fels gebaut sein. Was das bedeutet, ist beim jetztigen Niedrigwasser im Rhein direkt sichtbar. Hier geben die sieben Jungftrauen (7 Felsspitzen im Rhein oberhalb von Oberwesel Richtung St. Goar) ihre ganze Größe und Macht preis. Ein rießiger Bergrücken zeigt sich. Glaube darf nicht oberflächlich sein und beim ersten Wellenschlag verschwinden. Glaube kann ganz tief gehen, wie ein Felsmassiv. Dann kann ich Antwort geben auf die Eingangsfrage Jesu an seine Jünger: Ihr aber, für wen haltet ihr mich. Dann darf ich von meinem Glauben erzählen. Ich darf sagen, ich glaube an den lebendigen Gott und weiß, dass mein Leben nicht auf Sand gebaut ist.
Friedhelm Wessling
