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Impuls zum Sonntagsevangelium 27. September 2026:Mt 21, 28-32

Der Blick in mich hinein, führt zu der ehrlichen Auseinandersetzung mit Jesus.
Impuls 27. September 2026
Datum:
22. Sept. 2026
Von:
Friedhelm Wessling

Impuls zum Sonntagsevangelium 27. September 2026

Impuls 27. September 2026
Angekommen in Jerusalem tritt die Konfrontation zwischen Jesus und den religiösen Führern offen zutage. Beide Seiten gießen dabei Öl ins Feuer. Der Tempel ist in den Augen Jesu zur Räuberhöhle verkommen und folglich wirft er Tische und Geldkassetten zu Boden. Was sucht dieser Jesus hier bei uns im Tempel und mit welchem Recht verbreitet er seine Lehre, fragen sich die Ältesten. Dann eskaliert die Situation verbal. Jesus kommt mit ein einem scheinbar harmlosen Gleichnis um die Ecke. Ein Vater schickt seine zwei Söhne zur Arbeit in den Weinberg. Der Erste hat keine Lust und bleibt daheim. Der Zweite sagt zu und geht doch nicht los. Dann besinnt sich der erste Sohn, er bereut die Absage an den Vater und geht in den Weinberg. Die Schlussfolgerung aus der Beispielerzählung folgt auf dem Fuß. Für Jesus sind die Hohen Priester wie der zweite Sohn: Schwätzer und Faulenzer. Dann verlässt Jesus die Bildsprache und spricht zu den hohen Herren Klarttext. "Die Zöllner und die Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr." Ja Zöllner, wie Mätthäus werden zu Jünger Jesu und Dirnen salben mit kostbarem Öl seine Füße. Und heute? Die Neinsager zur Kirche werden immer mehr. So wie Rebflächen im Weinberg verschwinden, so lichten sich christliche Gemeinden und Gemeindeleben. Der erste Sohn geht in den Weinberg, weil er seine Absage bereut. Diese Reue findet in seinem Innersten statt. Der Blick in mich hinein, führt zu der ehrlichen Auseinandersetzung mit Jesus. Was hat er mir zu sagen? Wo ist der Weinberg, der jetzt beackert werden muss. Ich kann mich einbringen, wie der erste Sohn. Dazu muss ich nicht zu denen gehören, die schon immer dabei waren. 
Gemeindereferent i.R. Friedhelm Wessling