Impuls zum Sonntagsevangelium 19.04.2026:Joh. 21, 1 - 14


Impuls zum Sonntagsevangelium 19.04.2026
Joh 21, 1 - 14
Es gibt diese Situationen, bei denen man am besten den Mund hält. Manchmal sagt eine Geste, ein Blick mehr als tausend Worte und das, was wir empfinden ist eh nicht in Worte zu fassen. Es gibt diese Momente, die uns in Staunen und Schweigen versetzen. Als Jesus und seine Jünger am Ufer des Sees von Tiberias am Kohlefeuer sitzen ist genau so ein Moment. Die Seinen begegnen den Auferstandenen. Es liegt frisch gefangener Fisch auf dem Grill und nicht einer der Jünger wagt Jesus zu fragen: Wer bist du? Jedes Wort, jede Nachfrage würde jetzt die Situation kaputt machen. Alle, die mit ihm um das Feuer sitzen, wissen tief in sich: Es ist der Herr! Ja, der Auferstandene hat sie selber eingeladen und alles tritt jetzt in eine neue Dimension. Der Ort hier wird zum heiligen Boden. Brot und Fisch werden zur Himmelsspeise. Und der in ihrer Mitte ist in Auferstehung da. Alles ändert sich. Die Jünger waren ja nach dem Tod Jesu zu ihren alten Fischernetzen geflohen. Jetzt hier in dieser göttlichen Begegnung fängt er sie endgüldig ein. Gott schafft Momente, die alles verändern. In Worte fassen und weitersagen kann zur Lebensaufgabe werden.
Friedhelm Wessling, Gemeindereferent i. R.
