Impuls zum Sonntagsevangelium 31.05.2026:Joh. 3, 16-18


Impuls zu Joh 3, 16-18
Wenn wir die Zeitung aufschlagen und die Nachrichten verfolgen, stoßen wir auf Themen, wie kriegerischen Auseinandersetzung weltweit und drängende Fragen um die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Vieles scheint im Wanken zu sein und die irdischen Sorgen hierzuland kreisen ums liebe Geld, das nur einmal ausgegeben werden kann. Papst Leo legt in seiner ersten Enzyklika den Finger in die Wunde unserer Zeit. Nach seinen Worten stehen wir vor einer entscheidenden Wahl. Entweder wir bauen weiter am Turm zu Babel oder errichten Orte, in der Gott und die Menschheit gemeinsam wohnen. Was wie ein plakatives Schlagwort klingt, berührt die Urfrage von uns allen. Ist da ein Gott, dem keine KI das Wasser reichen kann? Ein Gott, der seinen einzigen Sohn seiner so sehr geliebten Welt schenkte, damit ewiges Leben möglich wird. Kein Gott, der richtet, sondern rettet. Im Gespräch mit dem führenden Pharisäer Nikodemus, das dem Sonntagsevangelium vorausgeht, können wir erahnen wie eng wir in einer Verbindung mit Gott stehen. Da wird die Neugeburt des Menschen aus dem Geist Gottes beschrieben. Wer von oben mit dem Geist Gottes geboren wird, sieht das Reich Gottes. Diese himmlische Perspektive ist jetzt. Machen wir sie uns neu zur Schlagzeile über dem Alltag, der jeden Tag bewältigt sein will.
Friedhelm Wessling, Gemeindereferent i. R.
