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Impuls zum Sonntagsevangelium 11. Oktober 2026:Mt 22, 1-14

"Du hast mich unablässig gesucht. Warum habe ich von Neuem gezögert und mir Zeit erbeten, um mich um andere Angelegenheiten zu kümmern"
Verschiedene Hände unterschiedlicher Hautfarbe greifen ineinander
Datum:
6. Okt. 2026
Von:
Friedhelm Wessling

Impuls zum Sonntagsevangelium

Impuls 11. Oktober 2026
Im Sonntagsevangelium lädt der König zur Hochzeit seines Sohnes. Aber der Saal bleibt leer. Keiner der Geladenen folgt der Einladung. Sie haben scheinbar besseres vor und gehen ihrer Arbeit nach. Die Ablehnung im Gleichnis kann nur einen Grund haben. Die Gäste wollen mit dem König und seinem Sohn nichts zu tun haben. Das Gleichnis ist der bittere Beleg: Die Hohepriester und Ältesten lehnen Jesus ab. Anstelle der Hochzeit tritt die Scheidung. Der Festsaal füllt sich erst, als alle eingeladen werden, die gerade auf den Straßen unterwegs sind. Böse und Gute, Kranke und Gesunde, Gläubige und Ungläube sitzen zu Tisch bei König und Bräutigam. Was geht hier vor sich? Der König will diese Hochzeit unbedingt feiern. Der Bräutigam steht bereit. Von einer Braut weit und breit nichts zu sehen. Die Führer Israels haben sich nicht als Braut erwiesen. Die neue Braut sitzt im Saal. Es sind die von den Straßen und Kreuzungen. Gott ist damals und heute auf Brautschau. Ochsen und Mastvieh hängen eßbereit am Spieß. Uns könnte das Wasser im Mund zusammenlaufen. Und doch zögern wir und sind nicht vorbereitet, wie der Gast ohne Hochzeitsgewandt aus dem Gleichnis. Frere Roger, der Gründer der Gemeinschaft von Taizè hat unser Zögern einmal so beschrieben: "Du hast mich unablässig gesucht. Warum habe ich von Neuem gezögert und mir Zeit erbeten, um mich um andere Angelegenheiten zu kümmern"?
Gemeindereferent i.R. Friedhelm Wessling