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Impuls zum Sonntagsevangelium 26.07.2026:Mt 13, 44-52

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war.
2020-07-26-17_so-jahreskreis-mt_13_44-52_by_martha_gahbauer_pfarrbriefservice
Datum:
21. Juli 2026
Von:
Friedhelm Wessling
Impuls 26.06.2026

Impuls zum Sonntagsevangelium 26.07.2026

In meiner Kinder- und Jugendzeit hat mich das Gleichnis vom Schatz im Acker besonders angesprochen. Wir hatten kleine Felder und ich konnte mir sehr gut vorstellen, wie plötzlich in der Erde etwas blinkt und ein versteckter Schatz zum Vorschein kommt.
Wir waren immer auf Abenteuer aus und ein Schatzfund wäre für uns das Größte gewesen. Ich weiß noch genau, wie es in den großen Sommerferien war, als wir durch den Wald streiften und beim Spielen unter Laub und Steinen eine alte Pistole fanden.
Der große Schatz war für uns Kinder irgendwie nie weit weg.
Viele, viele Jahre später habe ich dann eine wirkliche Entdeckung beim Durchlesen der Bibelstelle vom Sonntag gemacht. Mir wurde, wie bei einer Erleuchtung, klar, was Jesus da mit dem Schatz und Acker meinte. Der Acker, das bin ich selbst und mein Leben. Da ist die tägliche Arbeit, die Mühe und Anstrengung, wie damals bei der Feldarbeit. Da sind die Steine und dicken Brocken, die im Weg liegen. Und da ist dieser Schatz, in allem, was mich beschäftigt und umtreibt.
Der Schatz, der immer wieder aufleuchtet. Der Schatz, den Gott in mir versteckt hat. Das ganz Wertvolle, das niemals zu Grunde geht. Diese Möglichkeit auf den lebendigen Gott zu treffen. Nicht weit weg, sondern ganz nah, irgendwo in mir selbst. Dafür alles verkaufen, wie der Mann im Gleichnis kann ich noch nicht. Wenn ich aber vor die Wahl gestellt würde, ich würde alles tun, um den Schatz nicht mehr zu verlieren. 

Friedhelm Wessling, Gemeindereferent i. R.