Impuls zum Sonntagsevangelium 17.05.2026:Joh. 17, 1 - 11

Impuls zum Sonntagsevangelium 17.05.2026

Im Sonntagsevangelium nimmt Jesus uns hinein in das Abschiedsgebet mit seinem Vater. Er lässt uns hineinhorchen in die intime Verbindung von Vater und Sohn. In wenigen Sätzen steht die ganze Sendung Jesu und der Wille des Vaters wie in einem Brennglas vor unseren Augen. Wir dürfen mithören in den tiefen Austausch von Sohn und Vater und nehmen dabei selber eine wichtige Rolle ein. Im Angesicht seines bevorstehenden Leidensweges geht es Jesus ganz um seine Jünger. Drei Jahre waren sie in der Gottesschule bei ihm. Jetzt am Ende des Weges übergibt er die Seinen an den Vater. Die Worte, die der Vater dem Sohn gab hat Jesus ihnen gegeben. Sie haben die Worte angenommen. Jetzt haben sie das ewige Leben, d.h., dass sie den einzig wahren Gott erkannt haben, endgültig und nie endend. Jesus geht den letzten Schritt zurück in die Herrlichkeit Gottes und hat die Seinen schon im Schlepptau. Die Wirklichkeit hinter den Worten Jesu ist keine leichte Kost und doch ist sie süßer als Honig und kann durch Mark und Bein gehen. Wer sind wir, dass wir im Abschiedsgebet Jesu mit seinem Vater eine Hauptrolle haben?
Friedhelm Wessling, Gemeindereferent i. R.
