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Impuls zum Sonntagsevangelium 03.05.2026:Joh. 14, 1 - 12

"Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch."
2020-05-10-weg_zum_vater-02_by_martin_manigatterer_pfarrbriefservice
Datum:
27. Apr. 2026
Von:
Friedhelm Wessling
Impuls 03.05.2026

Das Sonntagsevangelium gibt uns einen Einblick in die Tiefe der Beziehung, in der Jesus steht.
In seiner ersten Leidensankündigung über seinen bevorstehenden Weg ans Kreuz gibt er seinen engsten Vertrauten den ganzen Blick frei für sein inneres Ich.

Da ist sichtbar ihr Freund, Herr und Meister, mit dem die Jünger über zwei Jahr zusammen sind.
In ihm ist Gott selber direkt da. Als Jesus sagt: „Schon jetzt kennt ihr den Vater und habt ihn gesehen“, will Philippus wissen, wo Gott denn ist.

Jesus sagt zu ihm: „Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“

Bei den Emmaus-Jüngern wird berichtet, dass ihre Augen gehalten sind, als Jesus mit ihnen geht.
Auch die Jünger sehen Jesus nicht.
Sie sind gefangen durch das, was unvorstellbar ist.
Gott ist in Jesus, der Vater im Sohn, hier bei uns.

Jesus legt sein ganzes Sein offen und merkt doch im selben Moment, wie schwer die Wahrheit für uns Menschen zu fassen ist.

Bei Philippus bohrt er konkret nach: „Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist?“
Doch damit ist die Gottesgeschichte noch nicht zu Ende geschrieben.

Elf Verse weiter wird das ganze Ausmaß Gottes von Jesus in folgende Worte gefasst:
„Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch.“ Bei Gott sind wir mitten drin.

Wenn wir ahnungsarmen Fische doch nur mehr vom Wasser wüssten.