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Impuls zum Sonntagsevangelium 15.02.2026:Mt. 5,17-37

Wer olympische Medaillen erringen möchte, muss an seine Leistunsgrenze gehen.
img_6860_by_Sylvio_Krueger_pfarrbriefservice
Datum:
15. Feb. 2026
Von:
Friedhelm Wessling
Impuls 15.02.2026

Überfordert uns Jesus im Sonntagsevangelium nicht komplett? Wie sieht die Welt aus, die ihm gefällt? Und vertauscht Jesus da nicht Wunschvorstellungen mit der Wirklichkeit? Nicht töten, das unterschreiben seine Jünger und wir alle sicher direkt - aber im selben Satz mit der Hölle drohen, wer seinen Bruder Dummkopf und Narr nennt, was soll das? Oder der Satz mit dem Ehebruch im Herzen, nur wenn ich einer anderen Frau tief in die Augen schaue? Soviel ist klar: Jesus reicht es nicht, wenn ich mich an die allgemeinen Regeln halte. Dann bin ich nicht besser wie jeder Schriftgelehrte und Pharisäer. Hier reicht das olympische Motto "Dabei sein ist alles" nicht aus. Er will, dass wir über uns hinauswachsen. Kleine Fehler passen da nicht in sein Anforderungsprofil. Wer seinen Bruder Dummkopf oder Narr nennt, ist da schnell raus aus dem Spiel. Wer olympische Medallien erringen möchte, muss an seine Leistunsgrenze gehen. Gold gibt es bei Jesus, wenn wir neue Maßstäbe der Liebe setzen und mit jeder guten Tat ein neuer Mensch werden.  

Gemeindereferent, i.R. Friedhelm Wessling