Impuls zum Sonntagsevangelium 25.01.2026:Mt. 4, 12 - 23


Impuls zu Mt 4, 12-23
Einfach alles stehen und liegen lassen, einfach weglaufen. Manchmal mag die Situation zum Weglaufen sein. Was bewegt Andrea und Simon im Sonntagsevangelium, ihre Fischernetze fallen zu lassen? Was bewegt Jesus, sein Heimatort Nazareth zu verlassen und nach Kapharnaum an den See zu gehen. Jesus stand in den Startlöchern mit Anfang 30 nach seiner Geisttaufe. Er nahm den Absprung aus seinem gesicherten Umfeld, weil er hörte, dass Johannes im Gefängnis gelandet war. Jetzt, wo Johannes ausfällt, da bin ich dran. Und die ersten Jünger? Was passiert hier zwischen Jesus und den jungen Männern? Es war sicher keine Flucht vor der Familie, dem Beruf und den Freunden, hier am schönen See. Es war sicher auch kein endgültiger Abschied. Was mit dem Ruf an die ersten Jünger geschieht, war eine Notwendigkeit. Jesus konnte nicht allein mit seiner Botschaft von Ort zu Ortr ziehen. Er brauchte Begleiter, Weggefährten und Verbündete. Er musste Freunde finden, mit denen er sich im kleinen Kreis verbinden konnte, denen er sein Lebensgeheimnis anvertrauen konnte. Das Thema ist nicht Verlassen und Aufgeben. Das Thema ist Gefunden werden. Gefunden werden für Gott, um Gottes neue Welt mit aufzubauen. Da wo heute 2000 Jahre später zwei oder drei im Namen Jesus zusammenkommen, da führen wir fort, was am See mit Jesus und den Männern begann.
Friedhelm Wessling, Gemeindereferent i. R.
