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Impuls zum Sonntagsevangelium 11. Jan. 2026:Mt 3, 13 - 17

Der Himmel öffnet sich, der Geist Gottes kommt wie eine Taufe auf ihn herab und die Stimme Gottes spricht: Dies ist mein geliebter Sohn.
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Datum:
6. Jan. 2026
Von:
Friedhelm Wessling

Impuls zu Mt 3, 13 - 17

Viele Menschen zieht es an den Jordan zu dem Wüstenmensch im Kamelhaarmantel, der sich von Heuschrecken und wilden Honig ernährt. Es sind Menschen, für die ihr Alltag keine ausreichende Antwort auf ihre Lebensfragen parat hält. Sie sind auf der Suche nach dem "MEHR" in ihrem Leben. Bei Johannes tauchen sie ein in das Jordanwasser und starten neu durch. Wellness a la Johannes, suchte die auch Jesus als er vor Johannes am Jordan steht? Johannes merkt sofort, hier stimmt etwas nicht. Wenn, dann müsste Jesus doch mich taufen und nicht umgekehrt. Jesus beruhigt Johannes: "Lass es nur zu"! Als Jesus aus dem Wasser steigt geschieht es: Der Himmel öffnet sich, der Geist Gottes kommt wie eine Taube auf ihn herab und die Stimme Gottes spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn. Johannes erlebt in diesem Moment Gott hautnah. Gott bricht ein in den Menschen. Der Geist Gottes nimmt Wohnung in uns. Der Evangelist Johannes beschreibt diesen Vorgang im Gespräch mit Nikodemus als Geburt von oben aus Wasser und Geist. Die Taufe ist das sichere Zeichen, dass wir aus Gott geboren sind, als seine Kinder, geliebte Söhne und Töchter, Schwestern und Brüder in Christus, getauft auf Tod und Auferstehung. Begeben wir uns an den Ort dieser Gewissheit. Unterbrechen wir unseren Alltag. Suchen wir die Quelle des Lebens, z.B auf den Weg in ein unberührtes Tal mit einem quelreinen Bachlauf, stellen wir uns unter das unendliche Himmelszelt. Oder finden wir unsere Berufung ganz in der Stille inuns Selbst am Herzen Gottes.

Friedhelm Wessling, Gemeindereferent i. R.