Impuls zum Sonntagsevangelium 04.01.2026:Joh. 1, 1 - 18

Wer sich einmal in einen Bibeltext vertiefen will, dem emphehle ich den Johannesprolog. Dabei ist es ratsam, wie bei einem Kuchen Stück für Stück vorzugehen. Die Zutaten in Joh 1, 1-18 sind reichhaltig. Licht, Leben, Finsternis, Zeugnis, Herrlichkeit, Geburt, Gnade, Wahrheit, Kunde.....Es sind Stichworte, die unser Leben aus dem Leben Gottes beleuchten. Ein gutes Beispiel für die Tragweite des Textes ist der Vers 11. Hier heißt es: " Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf". Die Landung Jesu in der Weihnachtsgeschichte des Lukas in einem Viehstall (..."Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war...") bezieht sich bei Johannes auf das Unvermögen des Menschen Gott anzunehmen. Bei Johannes sind es nicht die Wirte der Gasthäuser, die Jesus wegschicken, sondern das Volk Israel, das Jesus ablehnt. Sein Eigentum geht dabei schon immer über das auserwählte Volk auf alle Menschen über. Wir als Geschöpfe Gottes gehören nicht uns selbst. Wir sind aus Gott, sein Eigentum, die Seinen. Wer das für sich erkennt, für den wird Vers 12 zum Lebensgrund: "Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht Kinder Gottes zu werden..." Diese Botschaft sollte uns nicht auf den Magen schlagen, sondern Appetit auf mehr machen.
Gemeindereferent Friedhelm Wessling, i. R.
